Full text: Volume (Bd. 1 (1837))

55

ausdrücklich nur die Rheder verpflichten zu wollen
erklärt hätte; denn dieser Umstand kann keinen Unter-
schied machen, weil man sonst vorab Nachweisen müßte,
, daß der Schiffer eben zu solcher Erklärung berechtigt.ge-
wesen, was einen Cirkel im Schließen bildet.
Der für die abweichende Ansicht von Cr op p 3)
besonders hervorgehobene Grund, daß ja sonst der Schif-
fer als Trassant die für die Rheder contrahirte Schuld
selbst zahlen müsse, ist aber offenbar nicht durchschla-
gend, weil.dies auch bei der gewöhnlichen Form
des Darlehns und bei der Benutzung von Frachtgütern
sich eben .so. verhielt,, und ohnehin der Schiffev selbst
ganz gewiß, auch berechtigt war, insofern er nur seine
Rechnung gehörig justisicirte, 5 6) auch wegen dieser für x
das Schiff übernommenen Schuldenlast gegen dieRhe-
der. seinen Regreß zu suchen, wie. dieses uralte Ge-
wohnheit war.7 * * * li)

5) §. 82. cit. a. E.
6) Hans. S. R. Tit. XII. Art. 2.
7) Consolat-, cap. CCXLII. b. Pardetfs. pag, 832;
(Cap, 286 pag. 172 b. Capmainiy) E sil' dit se-
nyor d comandalari nols portarä griany, ans loa
portarä consumament,. lo;s. dits bons liomcr.s, qui
la dita nau li coinanaren, ö li fcren pari, cl’ te-
ren senyor dol lur, den e u. p e n d r e e n> c o in p t ©
1 o dit consumament; si donehs pvovar no
li porän quel dit consumament sia atat per sä
culpa, etc. d. h. Aber wenn der erwähnte Schiffer
oder Schiffsbefehlshaber ihnen keinen Gewinn, son-
dern. vielmehr Verlust brächte, so müssen die guten
Männer, welche das erwähnte Schiff unter seinen
Befehl oder ihm einen Antheil daran gaben und ihn
zum Vertreter (Herrn) des Ihrigen, machten, auch
-jenen Verlust auf ihre Rechnung nehmen, sofern sie
ihm nicht beweisen können, daß der. besagte Verlust
durch seine Schuld entstanden sey. u. s. w. Hans.
Receß v. I.' 1431. (5. Juni) Art. 3. vom Jahr
' 1447. Art. 18.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer