Full text: Beiträge zur Kenntniß des Rechts der freien Hansestadt Bremen (Bd. 1 (1837))

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sentliches Requisit bei der Klarstellung, und kann eine
bereits früher Entehrte ^ ^'en Anspruch also nicht erhe-
ben. Die Einrede, daß die Klägerin wissentlich in ei-
nem öffentlichem Hause 'sich aufgehalten,"Ist aus- demselben
Grunde zugelassen 2). Ebenfalls schützt die Einrede der.
^Verführung, indeß hat der Beklagte solche zu.beweisen,
'weil die Präsumtion hier gegen das männliche Äcschlecht
spricht 3). War' der Stuprator verheirathct, und kannte,
die Entehrte diesen Umstand, so steht ihr nur die Ent-
schädigungsklage, nickt aber die Eheklage gegen den später
etwa Bcrwittweten zu *). • - -
Findet nun der.eine verlobte Theil oder die Stu- .
r prirte das in geschilderter NUe zuständige Recht auf
^ ^^^^^Eingehung der Ehe dadurch bedroht, daß die im §. 16.
1 derCivilstands-Verordnung vorgeschriebeneProclamation die '
P. I ew-y '^Msschtz ches .. Gcgentheiles eine anderweitige Ehe schließen
‘ zu wollen, veröffentlicht, so muß der bedrohte Theil seine
Zuständigkeiten durch eine Einsage^ conserviren. Die be-
- stressenden gcsetzDen^orschriftcn^lauten im Z. 21. 23.
\ der Civilständs-Uerordnüng von 1816 also:
i »Die Einsage muß bei Strafe der Nullität binnen .
acht Tagen, von dem Tage angerechtet, wo solche dem
! Civilstandsbeamten zugestellt worden, den Verlobten, ge-
- gen welche die Einsage geschehen, insinuirt, und demnächst
j "vor dem Obergerichte nach Vorschrift der Gericktsordnuna
i prosequirt werden.

1) Dem Practiker ist bier Deutlichkeit im Ausdrucke an-
zurathen, indem die Einrede der nicht ui Tbeil ae-
wo rd cu e n B ln me als dunkel und allgemein unbeachtet
""gehtwbcn. Top hie E »gelle» e. H. d. 7. Mai
»821.
2) A n i; a Margaretha Zi » cke Vorm c/ä G. W.
Wenderoth d. 18. Juni 1827. 27,223.
stehe Note 1. Seite 25.
3) Siche Note 4. Seite 25.
Cath. Ervmann v. Müller d. 9. Oct. 1826.
26,134.

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