Full text: Volume (Bd. 1 (1837))

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dann als Wittwe das Geschäft nicht langer als 6 Monate
nach dem Tode des Mannes fortsetzen, auch werden in
diesem Falle für sie , wenn sie stirbt, keine Lodtengelder
bezahlt. - ’ , ' ‘ .

Artikel 17.
Wenn ein Meister seine Kinder. -in das Kinderbuch
eintragen lassen will, muß der Altmeister sie einschreiben,
dabei wird nichts bezahlt', als ein Almosen in die Armen-
büchse.

Artikel 18.
Ein jeder kann Meister werden, der
a) ein hiesiger zugeschOorner Bürger'der. Stadt ist,
b) die Profession gehörig gelernt hat, - 1
c) als Geselle die übliche Zeit auf Reisen gewesen -
ist, und zwar ein hiesiger Meisterssohn während zwei
Jahre, ein anderer aber während drei Jahre,
6) ein gutes Meisterstück gemacht hat, .
e) von dem die Gebühren gehörig bezahlt sind und
. Welcher sein 25stes Jahr erreicht hat. Eine Ausnahme
der Jahre findet Statt, wenn die Eltern sterben oder
einem ihrer Kinder das Geschäft übertragen, in diesem
Falle kann ein Meisterssohn, oder ein Fremder, der eine
Meisterstochter'aus dieser Werkstelle, heirathet, ohne Rück-
sicht der Lahre zu jeder Zeit Meister werden.
Artikel 19.
Wer Meister werden will, zeigt dieses in Person,
oder in dringenden Abhaltungsfällen, durch' einen Freund,
dem Altmeister unter Vorzeigung seines Geburtsscheines
und Lehrbriefes an, erklärt, ob er gleich »oder nach Einem
Lahre cintrctcn will und bezahlt die. Einschrcibegebühr
-.mit 3 Rthlr. ■ - ,

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