Full text: Beiträge zur Kenntniß des Rechts der freien Hansestadt Bremen (Bd. 1 (1837))

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Alle früher eingegangene Verlöbnisse sind unverbindlich
für die Pfleglinge.«
Von den hier mitaetbeilten gesetzlichen Bestimmungen
enthält also Statut 82. eine allgemeine Vorschrift ohne
Angabe der Folgen einer etwaigen Uebertretung, weshalb
dieselbe auch in der V. O. von 1750 als nicht deut-
lich und 'nicht hinlänglich bezeichnet wird. Die
Verfügungen von 1024, 1634, 1656 hat man immer
mehr für Polizei ,, Bestimmungen, als für civilrechtliche
Normen angesehen, und ist ihre Bedeutung in der Praxis
gänzlich" verschwunden. Die V. O. von 1682, 1707,
1730 regele nur,die Verhältnisse meyerpflichtiger Personen,
und wird darüber weiter unten das Nähere Vorkommen.
Als Grundlage unsers heutigen Rechts ist aber endlich
die V. O. von 1750 zu betrachten-und als solche aus-
führlicher zu behandeln *).

*) S. Senator vr. Th. Berck. Ueber das Bremische
Güterrecht der Ehegatten. S. 209. (Es ist schwer im
Bremischen Rechte einen Schritt zu thun, ohne auf
die Vorarbeiten dieses gründlich und vielseitig ge-
lehrten Herrn zu treffen. S. XU. der Vorrede zu
jenem schätzbaren Werke erregt die Hoffnung, daß Der-
selbe dem gegenwärtigen Unternehmen eine thätige
Unterstützung schenken werde.)
S. Oberg.-Urtheil und Entscheidungsgründe d. 19.
April 1819 in Sachen Johann C a sse n s Interve-
nient wider Johann Boschen Wittwe Interventis
aä eausam der Letzteren Klägerin wider Henrich
Casens Beklagten, — im 12ten Bande der Samm-
lung. S. 81. — Die Geschichte dieser auf der Ober-
gerichtscanzlei befindlichen Sammlung soll an einem
anderen Orte gegeben werden. Die Sammlung
wird von jetzt an kürzer also citirt:
Joh. CassenS u.s.w. d. 19. April 1819. 12, 81.
Einem Gerüchte nach soll die Sammlung von der
Obergerichts - Canzki entfernt, und auf dem Archive
beigesetzt werden. Damit würde sie aber der allgemei-
nen Benutzung, und also der Wissenschaft entzogen sein.
Möchte doch der treue Wächter und freisinnige Sperr-

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