Full text: Volume (Bd. 1, H. 3 (1829))

34° lieber den Begr. u.'d. Begründ.
Rechts mehrfache Beyfpiele finde«/ in denen
die gerichtliche Aufforderung an einen andern,
daß er gegen einen Dritten Klage erhebe, ge-
stattet ist, und, will man diese gerichtliche Auf-
forderung (i) Provocatio nennen, eben so
viel Falle einer Provocatio ad agendum,
Hierbey ist aber auf der andern Seite wohl
zu beachten r
i) daß den Fällen, in welchen das Rö-
mische Recht einen Zwang zum Klagen aner-
kennt, eine Pflicht des zum Klagen Aufgefor-
derten, dem Auffordernden etwas durch die an-
zustellende Klage zu Erlangendes zu leisten, und -
somit eine Obligatio (k) ad agendum zum
Grunde liegt, welche bey der Provocatio
ex 1. Ii contend. gänzlich fehlt, und für wel-
che also alle jene Stellen nichts beweisen. Denn'
wie könnte man z. B. behaupten, daß zwischen
dem
(!) So wird ja bas Verimna: provocare und
selbst provocatio z. B. in Fr. 19. pr.D.de^
teftam. tutela (26. 2.), Fr. 7. pr. D. de
xeb. eor. (27. 9.) , Fr. 1. §. 5, Fr. 10. §. i.
D. de quaeftion. (48-18-)« c, 4» C. de ufur,.
puppill. (Z. 56-) gebraucht.
(k) Sey es ex Contrscrn, oder qusli ex Con-
tractu, oder ex Lege*

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