Full text: Volume (Bd. 1, H. 3 (1829))

370 VIII. Von der rechtlichen Natur
lich vom Gesetzgeber für verlustig geachtet wor-
den ist, wenn sein Genosse die Appellation zei-
tig eingewendet hat. Hier fehlte alsdann für
Streitgenosten eine eigenthümliche Vor-
aussetzung des die Einzelnen treffenden Ver-
lustes der Appellation, und es laßt sich diese
Eigenrhümlichkeit ihres Prvceßverhält-
niffes aus dem gesetzlich vermutheren (11)
Aufträge der Streitgenossen in ihrem gemein-
samen Rechtsstreite (§. ii. unten) und zwar
um so wahrscheinlicher erklären, je weniger
Vor (min) der Litiscontestation, — dem da-
maligen Anfangszeitpuncte(nri) des präsum-
tiven Auftrags,— nach römischem Rechte
Appellationen bereits Vorkommen konnten. Hier-
aus wird man aber auch folgern müssen, daß
Die genannte Gesetzstelle nur von dem Falle zu
verstehen sey, worin der eine Streitgenosse un-
bestimmt, — d. h. nicht ausdrücklich
wegen seines Antheils allein, — die Appel-
lation eingewendet hat; denn die Vermu»
thung einer Geschäftsführung für seine Ge-
nossen, welche unter dieser Voraussetzung
ein-
(II) I*. 2. C. de confortib. ejusd.lit. (III, 40.)
(mm) L. 36. C. de appellationib. (VII, 62.)
Heffter Institut, d. Civilprocess.S.457. §.7.
(nn) Glück a. fl. 0. V. Ths. 'S. 235. ff.

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