Full text: Volume (Bd. 1, H. 3 (1829))

der Streitgenossenschaft. §. io. 369
sogenannte (11) praefumtio jrwm et de jure
bezeichnen, wofür allerdings der Nachsatz
spricht, „etiarnfi vadat aut mittat ad ap-
pellationem profequendam“ (kk), s-
begründet die eingetretene Versäumung offen-
bar einen vom Gesetze frngirten Verzicht, well
entgegenstehende Willensäußerungen (welche doch
jede stillschweigende. Entsagung ausschlie-
ßen müßten,) hier für fruchtlos und un-
wirksam'erklärt sind.
Bleibt man daher bey der richtiger» Theo-
rie stehen, daß die Nachtheile einer Proeeß-
versäumniß, zu Folge des Deutschen gemeinen,
also, auch" des römischen Rechts, auf keiner
Art von wahrhafter Verzichtleistung beruhen,
so kann man die Vorschrift in L. 2. C. Si
unus ex plurib. einfach dadurch erklären, daß
der Streitgenvsse, welcher die Appellatiön nicht
ergriffen hatte, dieses Rechtsmittels alsdann
noch nicht vollständig und nicht unwiederbring-
lich
(!!) S. mein genanntes Lehrb. des bürgerl. Pro-
eess. §. 133. Gottl. Hufelanv Institution,
des gesammt. positiv. R. 2. Ausg. §. 223
— 226.
(kk) Vergl. c♦ 54* in f. X. de appellat, (II,
23.)
Magaz. f. d. bürg. pooe. 1. 3. . A a

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