Full text: Volume (Bd. 1, H. 3 (1829))

der Streitgenossenschaft. §, io. 367
niß, ausdrücklich erklärt und auf eine, an
und für sich rechtsbestandige Art abgeleistet ist.
Hier zeigt sich daher schon, wie unrichtig die
Behauptung von Gönner (66) ist, daß die
Versäumung der Appellativus r Fatalien, sowie
die jeder anderen (nicht bloß dilatorischen) Frist,
eine Verzichtleistung auf das Versäumte be-
gründe und erzeuge, „von welcher eS gleich-
„gültig sey, ob man dieselbe eine stillschwei-
gende, oder eine erdichtete nenne." Die
stillschweigende Entsagung gehört ja, be-
kanntlich, doch zu der wahrhaft (ff) gelei-
steten und hat daher ganz andere Voraussetzun-
gen, als eine stngirre, kann daher der letzte-
ren auch in ihrer Anwendung und ihren Folgen
nicht uneingeschränkt gleichgestellt werden. Wie
ungenügend und dem bestehenden gemeinen
Rechte nicht entsprechend der Grundsatz sey,
welchen Gönner mit scheinbarem Scharfsinne
als Grundlage für die Folgen aller proceß-
Versäumnisse empfohlen hak, habe ich bereits
an
(66) S. dessen anges. Handb. d. Proeess. m.
Dd. S. 200. §. 38»
(ff) Höpfner Commentar üb. die Institution.
8. AuSg. §. 735. S. 570. von wening-
Ingenheim Lchrb. d. gemein. Civil-R. 3. Aust.
§. 86.

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