Full text: Volume (Bd. 1, H. 3 (1829))

der Streitgenossenschaft. H. io. 365
jenigen Vernachlässigung, welche die gesetzliche
Fiction nach sich ziehet. Die Zulässigkeit der
Zurechnung ist aber von dem Daseyn (na) eines
gesetzwidrigen Willens, oder wenigstens einer
Fahrlässigkeit der Partey in jedem einzelnen
Falle abhängig, zu deren Nachtheile sie Statt
finden soll. Daher läßt sich dieselbe, und zu-
gleich alsdann die Anwendbarkeit der Fiction
selbst, häufig widerlegen (bb), obgleich die äu-
ßern Umstände (z. B. Ablauf der zu beobach-
tenden Frist,) bereits hinreichenden Grund zu
enthalten scheinen, um die nachtheilige Fiction
hier eintreten zu lassen.- Eine alsdann vorhan-
dene contumacia praefumta wird nämlich
dadurch entkräftet, daß Ehehüfcett, mithin
Unzulässigkeit der Imputation nachgewiesen wer-
den. Namentlich kann dieses in der Appella-
tions-Instanz eintreten, in welcher das rö-
mische Recht, unter der (cc) Benennung „re-
pa-

E. p. 14. u. 18» Eensler im Archiv für d»
eivilist. Praxis IV. Bd. S. 201 ff. §. io.
(aa) L. 2. §. 1 — 9, D. Ii quis cautionib.
(II, 11.) c. 7. §. l.de fentent. excommun.
in 6. (V, ii.) Hasse die Culpa des röm. R.
§. IZ. S. 8Z. ff.
(bd) Glück a» a. O. §. 253. S. Zoo. a. E.
(cc) L. 2. C. de temporib. et reparat. (VII,
63.)

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer