Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

i. Beweisen.

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dies als völlig richtig anfehcn kann (x), wenn
nur diese Aeußerungen die Eigenschaften har
ben, welche , sie in jedem einzelnen Falle haben
müssen. Meistens geschehen sie schriftlich (auf
Papier oder Pergament); sie können aber
auch, wenigstens in gewissen Fällen, mündr
lich oder auf andere Art (y) geschehen, und
brauchen, der Regel nach, nicht beschworen
zu seyn.
Haben hingegen dritte privat-Perso-
nen geäußert, sie hätten etwas mit ihren
Sinnen empfunden; so darf dies der Richter;
wegen dieser Aeußerung, wenigstens der Re-
gel nach, nur dann als wahr ansehen, wenn
mehrere Privat-Personen als Aeugen von
ihm (z) beeydiget und vernommen worden
sind; also ihre Aeußerung vor ihm und zwar
mündlich gethan haben. — Doch nimmt man
an,
(x) Auch möchte sich schwerlich bezweifeln lasi
sen, daß nicht selten aucd das Zeugniß einer
einzigen öffentlichen Person völligen Glauben
verdienen könne; ob gleich Lepser (8p. 288.
ni. 3. 4.) dies ganz zu leugnen scheint.'
(y) Z. D. durch öffentliche Denkmünzen (s.
von Bülow und Hagemann a. a. £>.), durch
Gränzsteine, die unter öffentlicher Auctorität
gesetzt werden, u. s. w.
(r) Oder von einem andern Richter «ben dieser
Sache.

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