Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

i. Beweisen.

oi

2. Die Aeußenmgen dritter Personen,
welche hier in Betrachtung kommen, können
entweder ein Urtheil, oder aber blos eine An-
zeige dessen enthalten, was sie mit ihren Sin-
nen empfunden, oder auch wohl selbst gekhan
haben.
Durch ein Urrheil dritter Personen kann
der Richter nur von solchen historischen Sätzen
überzeugt werden, deren Richtigkeit nach den
Grundsätzen einer Kunst oder Wissenschaft be,
urtheilt werden kann. Er soll aber, der Re-
gel nach, einem Urtheile dieser Art nur dann
Glauben beymessen dürfen, wenn mehrere (s)
von den Partheyen vorgeschlagene oder von
ihm(t) ernannte und (km Fall sie nicht schon als
öffentliche Personen ein für alle Mahl beeydiget
waren) hierzu besonders vereydete Dritte, de-
nen er hinlängliche Kenntniß der Kunst oder
Wissenschaft, auf welche es in jedem einzelnen
Falle ankommt, auch als Richter zntrauen
kann
delsbuch halben Beweis macht, auch dieses,
‘ also eine ehemahlige Aeußerung eben dieser
'' Parthey gehören.
(s) Dies wird man wenigstens wohl als Regel
ansehen können.
(t) Oder von einem andern Richter eben dieses
Prvcesses. — Nergl. Claprothö Proc. II.
Hplst. 18. Tit. 3.

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