Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

der Streitgenossenschnft. §. 4. 39
tet (1). Dies Gesetz setzt wohl offenbar zum
voraus, daß die bemerkten zwey Mit-Erben
«och mit einander in Gemeinschaft stehen, ei-
ner von ihnen aber allein die ganze Sache würks
lieh (körperlich) besitze; denn redete es von
dem Falle einer bereits geschehenen Erbschaftsr
theilung, so wäre es nicht nur unerheblich,
des einen Mit-Erben zu gedenken, weil die-
ser die streitige Sache alsdann ja gar nicht
hatte, sondern es würde auch von keiner con-
demnatio in/olidum die Frage seyn könner?/
weil verändere bereits abgesundene Mit-Erbe
keine pars der Sache hat- zu dessen Heraus-
gabe es ihn zu vernrlheilen. möglich wäre.
Redet nun jenes Gesetz von Mit-Erben, wel-
che noch miteinander in Gemeinschaft stehen (m),
. - ' • • so
(l) L. 55. D. de rei vindicat. ( VI. X. ) f. auch
L- 2. §. 2. D. de ftipulat. praetoriis (XLVI. 5.).
Hierher gehört aber nicht L. 8. D. de rei
vind.
(m) Vergebens suchte ich die Berührung mei-
ner Frage in den wichtigem Kommentatoren;
fand aber bey Cujaz über jenes Gesetz <rcci-
tat. folemn, fld Lib. 55. Digeli. Salvii Juliani,
in oper. pofth. tom. 3. pag. 410.) beiläufig
doch die Bemerkung, daß in allen Klagen
der Satz gelte, derjenige Mit-Erbe sey in
solidum zu verurtheilen gm totius rei relii-
tuendae facultatem habet.
C 4 ,

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer