Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

34 I. Von der rechtlichen Natur
Streitgenossen (e). Allein was vermag wohl
ihre freilich gutgemeinte Behauptung gegen
die Worte des oft angezogenen Gesetzes: “live
„unius-'fori omnes fint, live in diverfis pro-
,,vinciis verfentur, nec adjun^la praefentia
„confortis vel confortium agendi vel refpon-
„dendi jurgantibus licentia pro parte panda-
mur/' (L. i. C. de confort.) und wie kann
man wohl insbesondere in Ansehung der nicht
ausgetretenen Kläger, hier auch eine Aus-
nahme von der gesetzlichen Regel, daß nies
mand wider seinen Willen zu klagen genöthigt
werde» solle, vertheidigen ?
Bis jetzt sahen wir also die Regel bestä-
tigt , daß alle Streitgenossenschafr auf freyev
Willkühr beruhe, und daß nur verkiagre
Streitgenossen gewissermaßen gezwungen
sind, sich vereint zu vertheidigen, sobald der
Klager mit Recht sie vereint belangt. Hierbey
ward aber noch immer keine besondere Rück-
st'ckr auf untheilbare Rechte oder Verbindlich-
keiten genommen, in deren Gemeinschaft sich
mehrere mit einander befinde»; es fragt sich
daher, ob nicht wenigstens die Theilhaber sol-
cher Befugnisse gezwungen sind, gemein-
scha sc-

ie) Danz a. a. O. 16t. a. E. Malblancptin-
cip. jur. Romani. $. 343.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer