Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

246 VI. Von der rechtlichen Natur
letzteren Benrtheilung dem Oberrickrer auö,
schließlich zueigne (s). — Appelliren übri-
gens nur einzelne Consorten, ihre Genossen
beruhigen sich aber bey dem Erkenntnisse, so
wird die Zulässigkeit der Appellation, wenn
eS auf Summe des Beschwerde-Gegenstandes
ankommt, dey unrheilbarem Interesse aller
Streitgenossen nicht blos nach dem Werthe des
den appellircnben Genossen zustehenden Anr
Iheils, sondern auch des Antheils der übrigen
Consorten, welche sich bey dem Erkenntnisse
beruhigen, beurtheilt werden müssen, denn
auch diesen sogar kömmt eine künftige Abän-
derung des vorigen Erkenntnisses zu statten (k).
Dahingegen wird bey rheilbarem Interesse der
Consorten, es lediglich auf den Werth des
Autherls der appelllrenden Genossen bey Be-
rechnung der Appellationssumme ankommen z
daß jedoch diese mehreren appellireuden Ge-
nossen

ner wider dieselbe richterliche Verfügung ein
nicht devolutives Rechtsmittel ergriffen hat.
(e) Gönner scheint obige Gründe übersehen zu
haben, wenn er (Handb. 3. Th. S. 147. u.
f.) diese Behauptung mehr einschränken will.
Sein factisches 'Argument von der Reichscam-
inergerichtlichen Revision, paßt auf andere
Gerichtöverhaltnisse, wobey der Oberrichter
, stets vorhanden ist, wohl gar nicht!
(f) L. 10. §. 4. D. de appellation. (XLIX. I.)

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