Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

der Streitgenossenschaft. §. io. 221
auch höchst billig ist, daß dem einzelnen ge-
stattet werde, seine Befugnisse, wenn er will,
besonders ausführen zu lassen. Man vermei-
det hierdurch in den mehresten Fällen die
Schwierigkeiten, welche die Wahl eines be-
stimmten Subjects zum gemeinschaftlichen An-
wälte, bey deshalb uneinigen Streitgenossen
mir sich bringt (S. 194.) und man erlaubt
sich bey dieser Theorie einen Zwang, eine Be-
schränkung der freyen Willkühr nur da, wo
dies die Gesetze ausdrücklich billigen, ohne den
Streitgenossen die Gelegenheit zu entziehen,
wenn sie alle wollen zu Ersparung der Ko-
sten stets gemeinschaftlich zu handeln (1); ein
Motiv, welches ohnehin nur seltener seine
Wirkung verfehlen wird, und doch vom recht-
lichen Zwange sehr unterschieden ist. wol-
len nämlich Streitgenossen nur einfache ge-
meinschaftliche, besonders mündliche Vorträ-
ge halten, alsdann können sie freilich ein ge-
meinschaftliches Organ nicht wohl entbehren,
werden zusammen also einen Procurator be-
stellen, um dem Richter und Gegner die Ge-
wißheit

(r) Ich würde daher als Richter, den Streit-
genossen in allen unter obiger Regel (S.
207.) begrissenen Fällen, nur monitorisch
aufgeben einen gemeinsamen Anwalt zu be-
stellen.

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