Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

der Streitgenossknschaft. §. tö. st9
tere zur gemeinschastlkchen Führung des Rechts-
streits, allein schon hm! Mir scheint daher
die hier ausser der gemeinsamen Willens^Er-
klärung der Interessenten noch befohlne Be,
stellung eines gemeinschaftlichen Anwalts nur
den Aci der Zurückltrferung des zu redhibiren-
den ObjectS zu bezielen, welcher Act in mehr
als einer Hinsicht (r) für untheilbar gehalten
zu.seyn scheint, und wohl daher von allen In-
teressenten nur mit einem mahle verrichtet wer-
den sollte. — Glaubt man indessen aus je-
nem Gesetze dennoch herleiten zu können, daß
dieVestellung eines gemeinsamen Anwalts für
den proceß geordnet fey; so kann man we-
nigstens auf jeden Fall, (dies ist meine zrvey-
te Bemerkung) keine allgemeine Regel für
alle Arten von Streitgcnossen daraus abstra-
hiren, sondern müßte diese Pflicht lediglich
auf diejenigen einschränkkn, welche wegen ei-
nes unrhelibaren Rechtsverhältnisses gleich
Anfangs Streitgenossen geworden sind. Die-
se Einschränkung ist um desto nochwendiger,
da der §. 10. eben der anaeführten Gesetz-
stelleausdrücklich ordnet, daß mehrere Erben
tines Verkäufers (die Beklagten) nicht ge-
meinschaftlich brattchen belangt zu werden und
da
(r) L. 38. §. 14. D. de aedil.. edi&. — Stryk
l. c. § Zi. a. E. Gotkofredut in not. ad L.
31. §. lo. D. ejusd. tit.

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