Full text: Magazin für den gemeinen teutschen bürgerlichen Prozeß (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

2i8 VI. Von der rechtlichen Natur
sie nicht jedem Mitkäufcr blos für seinen An-
thekl; ebendaher ist es dann auch sehr na-
türlich, daß einhellige Bewilligung (p) al-
ler Interessenten des untheilbaren Rechts zu
einer solchen Disposition über dasselbe erfordert
werde (S. »79-). Nicht so natürlich hinge-
gen ist die Bestellung eines gemeinsamen An-
walts für den deshalb zu führenden Rechts-
streit, indem, wenn nur alle Käufer (g)
redhibicorisch klagen, der vorhin bemerkte
Zweck des Juristen schon ohne diese Ernennung
eines gemeinsamen Anwalts erreicht wird;
warum sollte also die gesetzliche Regel, welche
uns der nämliche Nechtsgelehrte anderswo
bemerkt, hier ihre Anwendung verlieren, unius
litis plurium perfonarum, dari piures procura-
tores, non eft prohibitum ? Dazu kommt, daß
es überflüssig scheint, beydes, die Einwilli-
gung aller Interessenten und die Bestellung
eines gemeinsamen Anwalts copulariv, wie
hier geschiehet, zu fordern — (die Glosse er-
klärt daher wohl nicht mit Unrecht das ange-
hängte quet durch vel!) — reichte ja das letz-
tere
(p) Von ihrer Uneinigkeit hierüber s. Stryk U.
m. pauci. L 21. tit. I. §. ZI.
00 Ich bezweifle indessen nicht, daß auch hier,
nach der obigen Rege! (S. 36.), finguli in
folidum, unter gehöriger Cautionobestel-
lung, redhibitorisch zu klagen befugt sind.

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