Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

I

204 VI. Von der rechtlichen Natur
so hindert ihn nichts, mit seiner partiellen
Nechtsverfolgung auch andere Ansprüche zu
häufen , welche ihm nur allein für sich, oder
nur gegen diesen Beklagten allein, und nicht
auch gegen dessen nicht mitbclangte Streitger
nossen zustehen. — Nach eben diesen Grund-
sätzen ist die Zulässigkeit der Wiederklagen in
denselben Acten bey vorhandenen Streit«
genossen zu beurtheilen. Eine Wiederklage
nämlich, ist in Rücksicht aufGtreirgenosi
senschafc (r) alsdann unzulässig, wenn sie
entweder nicht alle streitgenossene Kläger
trisst, und doch der Kläger eine Streitgenos-
senschafl ausmacht, oder wenn der Beklagte
aus Consorten besteht, und doch solche nicht
alle diese Wiederklage als Streitgenossen er-
heben können, sondern nur einzelne deshalb
ein Klagrecht haben, wollten aber nur ein-
zelne von ihnen die Wiederklage nicht erheben
welche ihnen doch allen als Genossen znstehet,
so kann das die übrigen nicht abhalten, sich
ihres Rechts pro rata auch als Wiederkläger
zu bedienen, vorausgesetzt, daß alle Kläger
die rechten Wiederbeklagten wären. Za ich
glaube, daß in besonderen Acten sogar
einzelne Streitgenossen wiederklagend auftre-
ten,
(r) Andere Gründe ihrer Unzulässigkeit gehö,
ren nicht hierher! — Schorck fent. Erford.
di n, 14.

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