Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

der Streitgenossenschaft. §. io. 221

es nicht die Erreichung ihres eignen Zweckes
gewissermassen nothwendig machte? Da dies
aber ist, und dennoch die Gesehe den Umfang
der Personen-Einheit der Streitgenossen über»
all nicht bestimmt haben, so bleibt nichts
übrig, als auf den eben bemerkten natürlichen
Grundsatz zurückzugehen. Ist dies nun rich-
tig, so ergiebt sich i) mit ihnen allen wird
nur ein einziger Rechtsstreit, nicht so viel
Processe als Streitgenossen sind, verhandelt;
denn ohne dies, ist keine Einheit der Partey-
Rolle zu gedenken. Ein und ebenderselbe
Rechtsstreit kann nun aber auch nur bey einem
nämlichen Gerichte betrieben werden; mithin
möchten die Streitgenossen, einzeln betrachtet,
gleich noch so verschiedenen Gerichtsständen
unterworfen seyn, so können sie doch als Streit»
genossen nur vor dem nämlichen Gerichte
Recht nehmen (p). Streitgenossen als Klä-
ger nämlich, müssen, wie der einzelne Klä-
ger, dem Gerichtsstände des Beklagten, und
Streitgenossen als Intervenienten dem Gerich-
te der Hauptsache (q) folgen. Streitgenossen
als Beklagte aber, können nur bey einem für
jeden einzelnen von ihnen competenten Ge-
richte
(p) Mein Lehrbuch des Protestes §. 36.
(g) Gönners Handbuch des Prvccss. 2. Th.
Llbhdl. 29. §. XV. 3).
N s

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