Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

198 VI. Von der rechtlichen Natur

Rechtsstreite, sich nicht unter einander verei-
nigen können, wer ihre gemeinschaftlichen Ma-
nual-Acten in Verwahrung behalten solle?
Theilen lassen sich dieselben nicht, wenn sie
für künftigen Gebrauch als Acren noch eini-
gen Werth behalten sollen, mithin müssen sie
irgendwo ungctherlt, zum Gebrauche jedes
Streitgenossen aufbewahrt werden; wenn sich
aber die Consorten über diese Aufbewahrung
nicht mit einander vereinigen können, so scheint
die Analogie von der Aufbewahrung erbschaft-
licher Papiere, welche mehreren Mit-Erben
zustehen, hier angewendet werden zu können,
daher dann von Streitgenossen, deren Inte-
resse bey dem Ausgange des Rechtsstreits un-
gleich war, derjenige einen vorzüglichen An-
spruch auf die Verwahrung der Manualacten
zu machen berechtigt ist, welchem der größte
Antheil an dem bestrittenen Objecte zustehet,
nur muß er dabey versprechen, sie den andern
Consorten aufVerlaugen vorzulegen; sind hin-
gegen die Antheile aller Streitgenossen gleich
groß, so ist ein Depositar, allenfalls durch
das Loos, zu erwählen oder die Papiere ge-
richtlich zu hinterlegen (n).

§. io.

(n) L. Z. 1. 6. D. famil. bereite. (X. 2.)

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