Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

bey unclaufulirten Mandaten.
fand der Weitläufigkeit nicht brauchete.
Und wo stehet doch in dem Römischen
Recht- trsnsArellorem le^um, id con-
sestum aut in co deprehenfum, non
.■ poffc puniri fine praevia citatione?
Daß diese Widerlegung der Meinung der
AfTeflorutn nicht von Gewicht seye, fällt in die
Augen/ Abgesehen davon, daß selbst eine voll-
kommen unbedingte Verbindlichkeit binnen der,
in dem Strafbefehle bestimmten Zeit nicht erfüllt
werden konnte, ohne daß darum die angedroh-
te Strafe wirklich verwirkt seyn muß, ist es
ganz unverkennbar, daß die Strafe, welche
einem, nur unter der Voraussetzung:, st pre,
ces veritate nitantur — verbindenden Befehle
angehängt ist, nur dann für verwirkt angese-
hen werden könne, wenn jene Voraussetzung
des, möglicher Weise binnen der, gesetzten
Zeit befolgbaren Befehls gegründet ist, wel-
ches nur, zu Folge eines rechtlichen Verfah-
rend, behauptet werden kann. Und hieraus
folgt denn auch von selbst, daß der von Sen-
kenbercs angegebene Grund keineswegs der
eigentliche und wahre sey, obgleich in dem,
was dieser Gelehrte sagt, auch etwas Wahres
enthalten ist.
Am besten drückt sich, meines Erachtens,
Lramer aus, wenn derselbe, wiewohl nach
i 4 «Varn

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