Full text: Magazin für den gemeinen teutschen bürgerlichen Prozeß (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

öb es eine gemischte Antervent. gebe? 14z
der Besitzer mag die Lehenseigenschaft in ’äht
rede stellen oder nicht, immer nur accesso-
risch auf um dem Vasallen beyzustehen, wenn'
dieser seine Eigenschaft als Vasall erkennt;
und indem jener dem Vasallen beysteht, macht
er auch sein Obereigenthum geltend, auf den
Fall, daß dieses von dem Besitzer des Grund-
stückes in Abrede gestellt würde, denn ohne
das Recht des OberekgeNthums könnte er ja
gar nicht einmal actessorksch intervenire«, und
principaliter aufzutreten wäre ganz überflüssig,
da der Lehnsherr durch die accessorische Inter-
vention seinen Zweck vollkommen erreicht.
Nur, wenn auch der Vasall die Lehnseigenschaft
tn Zweifel ziehen wollte, müßte der Lehnsherr
principaliter auftreten, und dann könnte von
einer accessorischen Intervention keine Rede
Mehr seytt.
§. »4.'
Identität des Zwecks, für welchen Man
einem Theile beysteht, und für welchen man
in eigenem Namen auftritt, ist also Bedin-
gung der accessorischen Intervention, kann
aber nie, wie Hr. Hofrath Gönner sagt,
Bedingung der gemischten Intervention seyn,
weil es keine glebt, und weil, so bald diese
Identität des Zweckes vorhanden ist, an keine
Principalintervention gedacht werden kann.

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