Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

die Concursacten zu separiren. -2s
Sicherer wird uns ein allgemeiner Grundsatz
bey dieser Acten'Einrichtung leiten, dessen Auffin-
dung, wie mich dünkt, sehr leicht ist, wenn wir
auf den Zweck einer solchen Absonderung zurück-
blicken. Dieser;ist doch wohl kein anderer, als der,
den Gebrauch der Concursacten zu erleich-
tern! Durch jene Separation soll nämlich therls,
einem jeden, der in Concursacten etwas zu suchen
und nachzuschlagcn hat, er sey Richter, Parrdey,
oder Anwald, das Auffinden des Gesuchten erleich,
tert und ihm ein Zeitverlust erspart werden, wel-
cher ohne diese Absonderung unvermeidlich, für ei-
nen Geschäftsmann aber sehr brückend ist; theils
aber und vorzüglich, hat diese Acten »Absonderung
den Zweck, dem Richter bey der Direction deS so
componirten ConcursprocesseS die allgemeine Ue-
berficht des Ganzen zu erleichtern, und ihm bey
Abfassung der Erkenntnisse nützlich zu werden.
Hierfür treteii nämlich, bey diesem so verwickelten
Geschäftsgänge, eben die Gründe vollkommen ein,
welche die Separationö, Methode im Referiren
empfehlen und welche der um die Rechtswissenschaft
so sehr verdiente Herr Geheimer rJust«tz,Rath
pütter auf das einleuchtendste dargestellt hat (c).
Denn bey der Mannigfaltigkeit der sich einander
durchkreuzenden Geschäfte eines förmlichen Concur-
ses, wird auch dem einzelnen Richter die Stobrnng
seiner Aufmerksamkeit, welche eine nvthwendige
Folge des Durchlesens heterogener Dinge ist, zu
einer erheblichen Erschwerung der Ausübung seines
Amtes gereichen und ihm großen Zeitverlust, wenn
nicht gar noch wichtigere Nachtbeike, z. 23. durch
das Uebersehen nöthig gewesener Verfügungen, zu-
ziehen. Allem dem beugt man nicht sicherer, als
, da»
(c) In feinen Bemerkungen über die beste Art aus
Acre» ru referiren (Güttingen 1797-) S- 47 u. f.

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