Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

122 II. Begriff d. W. Beweis, z. Beweis.
ihr durch Urkunden bewiesene» Factis folge ,. daS
Wort Beweisen gebrauchen; und folglich auch
den nicht-historischen Salz:/"Aus den Factis,
„von denen die Urkunden reden, folgt die Richtig»
i,fdt des Facturus, auf welches es ankommt," als
einen Gegenständ des Beweises betrachten. — Da
indessen der, welcher gezeigt bat, , daß die Rich-
tigkeit seines Fäctums aus andern Umständen fol-
ge, hierdurch, zugleich' die Richtigkeit desjenigen
historischen Satzes dargethan hat, welcher sein
Factum anzeigt; so kann man auch in diesem Fal»
le.eben diesen historischen >L>atz als letztes ..Object
des Beweises betrachten, und in 'dieser Rücksicht
in der Desinitiou des Wortes Beweisen (ohne ei-
nen Widerspruch derer zu befürchten, welche einen
Beweis durch Schlüsse annebmen)bistonsche Satze
als einzigen Gegenstand des Beweises angeben. .
: Ueberdem werden selbst jene Rechtslehrerge-
tviß nicht leicht,. und noch weniger wird man in
der Sprache der Praxis sagen: Eine Parthey ha-
be bewiesen, daß ihr Factum aus andern Factis
folge. Man wird sageni Sie habe dieses ausge»
führt. — Ob es aber gewöhnlich sey, auch daS
Wort Deducit en (wir oben S. 75 Note m ange»
tiommen ist), in diesem Falle zu gebrauchen, i/fr
doch, vielleicht noch die Frage. — S. jedoch auch
Gönners Handb. n. S. 320.

Hl.

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