Full text: Volume (Bd. 1, H. 1/2 (1829))

. 96 II. Begriff des Wortes Beweis.
hen Fällen der kraesumtionum iuris fleht er
, zwar den Saß nur jo lange, als das Ge-
genkheil desselben nicht bewiesen worden ist,
für wahr an; aber so lange hält er ihn eben
so wohl für richtig, als einen Saß, für den er
andere hinreichende Gründe hat (6). — Sollte
übrigens das Gesetz dem Richter nur auf den
Fall, wenn er von gewissen Thatsachen über-
zeugt sey, einen Satz für währ zu halten, be-
fohlen haben; so versteht es sich von selbst,
daß er alsdann, um diesen Saß für wahr
halten zu können, von jenen Thatsachen durch
andere Gründe überzeugt seyn müsse.

§. ir.
Der Richter erhält die angegebenen Gründe
feiner Ueberzeugung theilo durch die Thätig«
keit der Partheyen, theils ohne diese.
Die bisher aufgezählten Gründe, seiner
Ueberzeugung erhält der Richter auf verschie-
dene Weise. — Einige erhält er, wenigstens
der Regel nach, nur durch die Tbätigkeic
der parrheyen, andere bald durch diese,
bald
{<!) Dock weicht in der Collision dieser Grund
der Ueberzeugung des Richters jedem andern
Grunde, durch den er völlig überzeugt wer-
den kann. — S, Martins Lehrb. deS Proc.
§. J37-

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