Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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^Person des Besitzers selber nölhig macht, fin-
det sich nichts besonderes zu bemerken; es
bleibt also bloss zu untersuchen übrig, wie
der Besitz in der Person des Repräsentanten
verloren gehen könne. Dieser Verlust läfst
sic}i auf zweierley Art denken; theils so, dafs
der Repräsentant selber den .Besitz erwerben
, will, den er bisher blofs ausübte (Verlust an
den Repräsentanten); theils so, dafs ein Drit-
ter, oder auch niemand den Besitz erwirbt (Ver-
lust durch den Repräsentanten).
Was den ersteren Fall anbelangt, so steht der
Repräsentant zu der Sache bereits in dem physi-
schen Verhältnisse des Besitzers. Was zum Besitze
also noch fehlt und erst noch hinzukommen mufs,
ist der animus possidendi, so dafs also der Reprä-
sentant unmittelbar durch diese neue Bestimmung
seines Willens den Besitz erwerben müsste. Es
modificirt jedoch das französische Recht die An-
wendung dieser Regel dahin, dafs ein Verlust des
Besitzes an den Repräsentanten erst dann angenom-
men werden soll, wenn der eigentliche Besitzer
durch den Widerspruch des Repräsentanten die Un-
treue desselben erfahren hat 4I).
Was
41) Artikel 2238, Gleich dem römischen Rechte fordert
also das französische Recht Kenntnifs des vorigen
Besitzers von der aufgehobenen physischen Möglich-
keit,

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