Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Das zweyte Geschäft, welches nach römischem
Rechtein diese Classe gehörte, das precarium, ist
im C. N. ganz übergangen worden.
§- 5-
Lin drittes, zur Begründung des juristischen
Besitzes nöthiges Erfordernifs bezieht sich auf die
Dauer dieser Verbindung von physischer Inneha-
bung und animus domini; es wird aber dieser Punct,
so wie die ihm zum Grunde liegende Ansicht, wei-
ter unten zweckmäfsiger entwickelt werden, und
es daher hier hinreichen, seiner nur erwähnt zu
haben. Die übrigen bey der Lehre vorn Erwerb
des Besitzes vorkomincnden Puncte, namentlich in
wiefern der Besitz durch fremde Handlungen er-
worben werden könne, werden im C.N. auch nicht
in entfernter Rücksicht berührt, und cs kann daher
hier nichts weiter darüber gesagt werden, als dafs
das Eigentümliche dieses Erwerbs sich auf das,Vei>
hältnifs zwischen dem Repräsentanten und dem
neuen Besitzer, welches nach dem Geiste des C. N.
nur ein. freyes Verhältnis sevn kann, bezieht, und
dafs die hierbey vorkommenden juristischen Be-
stimmun-
cojwentionel, Allein daTs diefs juristischer Besitz
sey, ist zum Begriffe eines sequestre gar nicht nö-
thigj vielmehr ist es Regel, dafs hier blofse Deten-
tion übergeht, wie die in den not. 34. angezogenen
Stellen, die wegen des Artikel 1918, blofs vom Se*
queöter verstanden werden können, beweisen.

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