Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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theils verlustig sind, und die, Welche sodann als Fäl-
scher bestraft werden müssen. In einem solchen
Falle würden sich aber die befinden, welche das
Falsum zugelassen, und die welche es begangen
hätten.
Der Zeuge also, welcher ein Falsum begangen
hat, bann nicht zum Beweise seines Verbrechens
gelassen werden. Er kann es gestehen und die Be-
weise angeben, allein die Anklage mufs theils stets
von dem öffentlichen Ministerio geschehen, theils
müssen andere Beweise, oder wenigstens dringendere
Vermuthungen vorhanden seyn, als das Geständnifs
des Falsarius. L. 17. 27. D. de quaest.
Diesem zufolge reicht also 1) zum Beweise der
Falschheit einer Unterschrift der Zeugen, die Ab-
läugnung derselben selbst nicht hin. 2) Wenn die
Unterschriften für nichtig anerkannt sind , so kön-
nen die Zeugen selbst nicht beweisen, dafs der In-
halt des Testaments unwahr sey, indem hieraus
folgen würde, dafs sie sich eine Fälschung zu Schul-
den kommen lassen. (Journ, du Barr. Prem. P.
i$io.-Nr. 10. p. 871.)

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