Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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riren würde, ohne dafür ein Aequivalent zu zah-
len. Hier bleibt indessen ein Preis; zwar nur die
Hälfte, allein das Gesetz nimmt hierauf keine
Rücksicht, indem es den Interessenten unbedingt
verstauet, Leibrenten- nach jedem Verhältnisse, wel- >
ches sie für gut finden, zu bestimmen. (Journ.
du Barr. Prem. 3?. 131 o. Nr. g. p. s6g.)

' 3.
Wenn vier Zeugen , welche ein Testament in dieser
Qualität unterschrieben haben, erklären, dafs
das Testament nicht in ihrer Anwesenheit ge-
. . macht sey, ist dann das Testament als falsch
anzusehen? -—(C.N. 972.974.)
In dem Testamente ist erwähnt, dafs dasselbe in
Gegenwart der .vier Zeugen errichtet und vorgele-
sen sey, auch war die Unterschrift in Beziehung
auf jene Erwähnung geschehen. , Die folgenden
Sätze werden ergeben, dafs die Frage zu vernei-
nen ist.
Jede authentische Urkunde hat so lange vollen
Glauben, bis sich jemand zum Beweise der Falsch-
heit erbietet. Dieses Erbieten ist ohne alle Wir-
kung, wenn der Beweis nicht geführt ist; dieser
aber kann nur dadurch geführt werden, dafs der
Beweis der Wahrheit einer Sache, welche aus der
Urkunde erhellet, zerstört wird. Die Beweiskraft
eines öffentlichen Testaments stützt sich auf die
Unter-

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