Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

544

Vorgeladenen das Original ist4), sondern in dem
Original selbst begangen wurde. Bey entstehen-
den Zweifeln mufste nach jenem erkannt werden.
Erschiene der Vorgeladene nicht, und wollte
das Gericht auf eine Nullität, die aus dem Origi-
nal cohstirte, erkennen, so würde es eine in Hin-
sicht des Gegentheils richtig geschehene Vorla-
dung annulliren. Es ist auch ganz Sache des
Vorladenden, dafür zu sorgen, dafs die Vorla-
dung richtig geschehe. Sollte dieses wirklich der
Fair nicht seyn; so steht es auch bey ihm, den
allenfalls aus einer richtigen Vorladung entsprin-
gende Nachtheil über sich ergehen zu lassen, und
er rhufs es sich zuschreiben, wenn der nicht rich-
tig Vorgeladene auf den Grund des Art. 113 die
Opposition mit Erfolg durchsetzt.
Wenn nun der Vorgeladene nicht erscheint,
so findet ein Contumacial- Verfahren statt, ohne
dafs es einer Vorlegung der Insinuationsurkunde,
die, so wie überhaupt jeder gerichtliche Act im
zweifelhaften Falle für richtig angenommen wer-
den mufs 3), und dann ist
2)
4) Prat. franq. Tom. I. p. 294.
5.) Herr Tribunalrichter Rosenthal neue bürgerliche
Procefs-Ordnung. Quedlinburg, 1809. S. 372.
Anderer Meinung ist der Herr Tribunalrichter
Oesterley in seiner practischen Erläuterung. Th. 1.
S. 60. 2>veyte Auflage.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer