Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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an gerechnet Iö). Plank entscheidet sich für die
entgegengesetzte Meinung aus dem Grunde, weil, da
nicht auf Stunden gesehen werde, dasjenige, was
in irgend einer Stunde des Tages geschehen, auf
den ganzen Tag bezogen werde, und folglich, was
um zehn Uhr Morgens geschehen, so angesehen
werden müsse, als sey es gleich im Anfänge des
Tages geschehen. Allein dieses folgt daraus, dafs
man nicht auf Stunden sieht, indem es dabey immer
noch unausgemacht ist, ob was zu irgend einer
Zeit des Tages geschieht, auf den Anfang oder das
Ende desselben zu beziehen ist, wohl keinesweges.

Untersuchen wir nun die Zweckmäßigkeit dieser
Verfügungen, so möchte das Resultat seyn: dafs
die erste Art der französischen Gmlrechnung eine
sehr gute Einrichtung ist, welche verdient, bey allen
den Zeitrechnungen angewandt zu werden, wobey
keine legislative Gründe eine grössere Genauigkeit,
als von einem Tage erfordern; dafs sich hingegen
für die zweyte Art kein hinreichender Grund fin-
den
I6) Indessen ist doch auch diese Stelle in Frankreich
bestritten. S. P igeau notions elementaires Tom, i.
p. 14. not. r. , welcher selbst die richtige Meinung
annimnit, die auch in einem Königl. YVestphiilischen
Decrete vom 27. Januar 1808 auf das deutlichste
vorgeschrieben ist.

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