Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Staatsraths und Trihunats gewifs mehr, als eine
Stimme für die Meinung erhoben, in welcher die
gefeierte Praxis und der hochverehrte Domat über«
«instimmten. Die Zachariäsche Deutung ist aber
diesem älteren Rechte ganz zuwider; die unserig«
entspricht ihr weit mehr, indem man zufolge des
Gesetzes über processualische Fristen, und der Na-
tur des bey- der Verjährung zu führenden Beweises,
längst der Verlängerung der Frist geneigt seyn, ja
auch manchmahl sie in Anwendung bringen mufste,
zu geschweigen, dafs Aeufserungen Vorkommen
-woraus sich schliefsen läfst, dafs man die römisch«
natürliche Berechnung schon so gedeutet hat, als ot
sie mit dieser Givilberechnung übereinstimmte14)
— Zu diesem Allen kommt noch c), dafs man gam
dieselbe Berechnungsart bey dem Zeitpuncte dei
Gültigkeit von Gesetzen deutlich angenommen hat
Sie findet statt un, deux etc. jours apres celui de 1,
promulgation I5): d. h. es wird die Zahl der Tag«
von der nächsten auf die Promulgation folgende1
nicht von der nächst vorhergehenden Mitternach
ai
14) Expose des motifs zum Art, zröo, wo die römisch«
Berechnung bey den Präecriptionen so gcnommei
wird, als ob die Verjährung nicht eher vorhandei
sey , als wenn le dernier jour du terme fut expire.
15) Cod. Nap. Art. i.

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