Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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man wohl nich t mit Unrecht in der, auch in Deutsch-
land wohl bekannten Neigung der Practiker die ge-
richtlichen Fristen, so viel an ihnen ist, zu ver-
längern.
Diese Theorie bedarf, was die zweyte Art der
französischen Civil* Zeitberechnung, die bey ge-
richtlichen Fristen, betrifft, keiner weiteren Be-
gründung, indem sie auf völlig deutlichen Gesetzen
beruhet. Nicht so verhält es sich mit der ersten,
bey Verjährungen anzuwendenden. Die Arh 2260.
2061. des Napoleonischen Gesetzbuches:
Art. 2260. La pre'scription se compte pät
jours et non par lieures. 2261. Elle estac-
quise, lorsque le dernier jour du terme est
accompü.
sind nicht ganz deutlich und haben auch schon eine
doppelte Auslegung erlitten. Figeau0) und DeL
vincourt 7) ist für die bisher entwickelte Theorie,
wie aus dein Reyspiele abzunehmen ist, welches sie
geben: Äinsi, sagt Pigea u, quoiqu’ un acte ait
etc passe avant midi, ön pourra, le dernier jour,
actionner apres- midi. Del vinxour t hat ein ähn-
liches Beyspiel. Hingegen Zachariä 8) und
Flank
6) Notionß elementaires du nouveau droit civil. Tom. 4.
S. 231.
7) Institutes du droit francais Vol. z. pag. zzz. not. r
angeführt von P1 a nk. * Siehe unten.
s) Handbuch des franz. Civilrechts. §. 8z. not. 4.

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