Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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r > •• Hieraus ergeben sich folgende Resultate r"
,) Die Procefsordnung sondert sorgfältig den Fall,
wenn der Anwald seinem Aufträge, selbst entsagt
von denjenigen källen ab, wo die Parth.eien den
_ gegebenen Auftrag zurück nehmen, so wie diese
, Distinc.tion auch, bey der Lehre von der .Bestel-
lung eines.neuen Anwaldes Art. 273 fg* sicfit*
bar .vvird. ' ' ■--■■■■
ji) . IDafs der Anwald zu jeder Zeit berechtiget, ist,
seinem pegner anzuzeigen, dafs er seinem Auf»
,,, trage entsagt habe, dafssodann so wenig gegen
, jenen, als gegen, die Part hei selbst -weiter ver fall-
at-,renywefden^ und letzterer nun, erst zur Ee-
,(Stellung eines neuen Anwaldes aufgefordert wer*
• den mufs. ■ ■ ■■
Auf diese Sätze gestützt,.■'bemerkt man, dafs
die Anwälde ein Mittel zur Hand nehmen, welches
-gemifsbraacht, ,dfe, nachtheiligsten Folgen haben
kann. . Der An wald einer Parthei läfst nämlich das
Verfahren gegen sich bis kurz vor der: zum plaidi-
rcn angesetzten, Audienz leiten. Kaum eine; Stunde
vorher zeigt er dem gegenseitigen Anwalde an , dafs
er seiner Anwaltlschaft entsage. Diefer mufs nun»
mehro den Gegner zur Bestellung eines, neuen An-
waldes auffordern;also schon wenigstens ein Zeit-
verlust von 14. Tagen. —• Der neue Auwald wird
bestellt.und eine neue Audienz ausgewirkt. Kurz
vorher entsagt auch dieser Anwald seinem Dienste,
und

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