Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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würde es noch weit mehr Unbequemlichkeiten ver-
anlasst haben, eine Summe festzusetzen, denn der
.Werth des zu verkaufenden Objectes ist selten ge-
nau bekannt. Es ist nicht der erste Fall in unse-
rer Gesetzgebung, wo das Gesetz sehr weisenden
Tribunalen ein angemessenes Feld zum handeln,
überlassen hat, und selbst der Paragraph von wel-
chem die Rede ist, hat nicht nur den Tribunalen
“ob das zu verkaufende Object von geringem Wer-
the sey” nach ihrer Einficht zu bestimmen über-
lassen, sondern hat ihnen selbst in diesem Falle die
Befugnifs gegeben, den Verkauf unmittelbar vor-
zunehmen, oder einen Friedensrichter, oder einen
Notar damit zu beauftragen.
a) Das Gesetz will, dafs der Verkauf durch
Meistgebot im Tribunale selbst geschehe. Es ist
ein sehr grosser Mifsbrauch den committirten Rich-
ter zum Verkaufe an Ort und Stelle hinzusenden.
Das heilst die Kosten unnöthiger Weise vermehren,
und die ausdrücklichen Bestimmungen des Gesetzes
verletzen.
Sie fragen indessen, ob das Tribunal nicht den
committirten Richter dann beauftragen könne, den
Verkauf an Ort und Stelle vorzunehmen, wenn die
Gläubiger ausdrücklich darum bitten, und sich zur
Bezahlung der Kosten erbieten. Obwohl das Ge-
setz keine Ausnahme gestattet, so glaube ich doch,
dafs in diesem Falle das Tribunal dem Gesuche de*
feriren

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