Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Einrede verworfen hatte, weil sie im Laufe des
Ptocesses und nach der Einlassung; in die Haupt-
fache also rebus non integris vorgeschiitzt sey.
o) Die Erwähnung der Vorlesung welche dem Te-
stator und den Zeu gen geschehen ist, entspricht
nicht der Vorschrift des 972. Art. des C. N. welcher
verlangt, dafs der dem Testator in G e genwar t
der Ztcugen geschehenen Vorlesung Erwähnung
geschehen soll.
Ein Testament welches so schlofs: “Nachdem
ich (der Notar) dieses Testament mehrmahls Wort
vor Wort der Testatrici n und den Zeugen vorge-
lesen hatte, erklärte dieselbe dafs dieses ihr wah-
rer Wille sey u. s. w.; nach der zweylen Vorle-
sung erklärte sie noch vor der Unterschrift, dafs
sie den Armen zu Cros 9 Scheffel Waitzen ver-
mache 11. s. w.
wurde von dem Appellhofe zu Riom für gültig
erklärt.
Der Cassationshof cassirte dieses Erkenntnifs
am 13. Sept. 1.309 , nach Ansicht der Art. 972 und
1001. C. N., und in Erwägung, dafs zur Gültigkeit
eines Testaments erforderlich ist, dafs dasselbe
dem Testator in Gegenwart der Zeugen vorgele-
sen werde, und dafs hiervon Erwähnung gesche-
hen sey; dafs dieses aber aus dem streitigen Te-
stamente

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