Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Pr. O. — Erkenntnifs des App. Ger. in Turin vom
so.May 1809. (Sirey Journ. ißio. VIH. 253.)
6) Wenn ein auf die Instruction des Processes ge-
richtetes Unheil, auf dieEntscheidung der Haupt-
sache Einflufs haben kann, so wird dasselbe als
ein Interlocut angesehen, und man kann davon
sogleich appelliren(Pr.O. Art.350. ZZi.) Der Cassa-
tionshof zu Paris bestätigte ein Arret, welches
ein Unheil, worin auf Adcitation dritter Perso-
nen zur Aufklärung streitiger Thatsachen — mise
en cause *) erkannt war, als interlocutorisch er-
klärt hatte. (Journ. du Barr. Sec. p. 1309. Nr. 12.
p. 324.)
7) Die Einrede der Connexität mufs jedesmald bey
dem Gerichte opponirt werden, wo die zweyteKlage
angestellt war. (Fr. Pr. O. Art. 171. 363. W. Pr. O.
Art. 122. 296.) Ein Richter kann, ohne mit der
Syndicatsklage belangt zu seyn, nicht in die Pro?
cefsköstenverurtheilt werden. (Fr. Pr. O. 130. (36.)).
Bey dem Appellationshofe in Rom war eine
Streitsache zwischen dem Fürsten Barberini und
seinem Pächter Tornari über Deteriorationen an-
hängig. Während dessen nahm der Pächter ei-
nige Eigenthumshandlungen an einem Wein-
berge vor, in dessen Besitze der Fürst sich be-
fand. Dieser klagte hierüber in possessorio
bey dem Friedensgerichte zu Rom,, und dieses
B b 2 verfügte

x) Pigeau T. x. p. 287.

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