Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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3) Der Ehemann, welchem von seiner Schwieger-
mutter in der Ehestiftung, ein Brautschatz an
baarem (Seide versprochen war, kann, wenn
jene, ohne ihr Versprechen erfüllt zu haben, ver-
storben ist, seine Ehefrau als Erbin ihrer Mut-
ter, nicht anhalten, die in der Erbschaft ihr zu-
gefallenen Grundstücke zu verkaufen, um ihn
wegen des Brautschatzes baar zu befriedigen. Er
kann die Immobilien nur quoad summam con-
currentem zum Niefsbrauch verlangen. Lebte der
Ehemann aufserdem getrennt von seiner Frau,
ohne die Vereinigung zu verlangen und ohne zu
den Lasten der Ehe beyzutragen, so kann er von
dieser Zeit keine Zinsen von dem Brautschatz
verlangen. — C. N. Art. 724. 1548* — Erk. des
Appell. Hofs zu Riom n.Febr. 130g. (J. du Barr.
1 ßog. Nr. j 2. p. 359. Sec. P.)
4) Ein natürliches Kind, welches von seinem Va-
ter gehörig anerkannt ist, kann, wenn letzterer
sich verheirathet und legitime Kinder hinterläst,
aus seiner Erbschaft Alimente fordern. -—Art. 337.
<G. N. —> Appell. Ger. zu Paris 13. Jun. 1309. (ibid.
P-342)
5) Die Art. 134. und 191. des C. N. geben dem mi-
nister« public das Recht gesetzwidrig eingegan-
gene Ehen anzufechten; aus denselben Gründen
ist er aber auch berechtigt auf die Aufrechterhal-
tung einer gesetzlich geschlossenen Ehe zu drin-
gen,

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