Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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“dafs die gesetzliche Frist, wegen eines ce'-
le'rite erfordernden Falles abgekürzt wer-
den könne."
nicht aber
- udafs dieses nur erlaubt sey, wenn die <Sa-
che selbst zu den eiligen gehörte,”
wie der 337. Art. im Hten Abschnitte deutlich vor-
aussetzt. Ohnehin kann auch ein besonderer, eine
an sich eilige,‘ also summarische, Sache begleiten-
den Umstand, nach Art. 22., zur Abkürzung der
»^tägigen Frist berechtigen. Mari denke sich nur,
zur Erläuterung dieser Sätze, folgende Fälle: Es
hat jemand eine in den ordentlichen Procefs gehö-
rige, z. B. eine durch keine unbestrittene Urkunde
unterstützte, über 1000 Franken betragende Klage.
Der Schuldner fängt an, sein Vermögen zu ver-
schleudern, und der Kläger läuft Gefahr, bey dem
Ablaufe der gewöhnlichen, zur An Waldsbestellung,
Verhandlung der ExCeptionS - und Replikschrift
versta'tteten Fristen, welche, wenn alle Sätze ver-
handelt werden sollen, sechs Wochen, wenn aber
der Kläger auf seine Replik verzichten will, nur
vier Wochen ausmachen, seinen Anspruch zu
verlieren.
Eine Abkürzung jener Frist aber lafst ihn hof-
fen , seine Sache noch zeitig entschieden und das
Erkenntnifs vollzogen zu sehen.

Warum

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