Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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~-/Af von'Solchen Gewohnheiten die. Rede ist, wel-
che den im C. N. gemachten Bestimmungenent-
. - gegenlaufen, (Consuetudo contra Legem), oder
B. von solchen die sich inliinsicbt einer solchen
--‘../Materie bilden, vibei: welcherim .C. N. keine
Bestimmungen vorhanden sind, (Consuetudo
praeter Legem). . . ..
v Zu Den ersteren wild ohne .Bedenken alle
.... ; Gültigkeit abzusprechen seyn, .weil eine
_ solche Gültigkeit »mit äej Natur unserer Ge-
,, k f setze im Widerspruche steht. Wenn die
Römer solche --Gewohnheiten anerkannten,
. t , so beruhete dieses- auf der/Ligenthiinjlich^
keit ihrer Verfassung, nach welcher da*
. - - ^ Gericht vor dem mit der legislati ven Gewalt
.. bekleideten Volke gehalten wurde, und wo
f /man späterhin selbst die Imperatoren mit
, .Schlichtung, von lU^chtshändeln beschäftiget
; r sah, und wo also das bey uns ganz unver-
( ; _ kennbare Princip .gelten konnte; Quid in-
terest, suffragio, populus voluntatem suam.
. .declaret, an rebas ipsis et factis? 3)
Dagegen, werden
Zu B. Gewohnheiten, welche sich in Absicht
solcher Materien bilden , worüber der G. N\
keine Verfügungen enthält, als verbind-
lich anerkannt werden müssen 5 denn

3) L. 3 2 . §. 1. ff. de Legibus*

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