Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

ALS
ohne Rücksicht auf seine etwaige Vertheidigung,
ein Erkenntnifs gegen ihn abgegeben werde.
Warum sollte denn eine solche Aufforderung
zur Anhörung eines verurtheilenden Erkenntnisses
nicht auch an eine Gemeinde geschehen können, wel-
cher der Präfecturrath die Auctorisation zur Be-
streitung der Klage verweigert hat? — Ist es nicht
•vielmehr vorteilhaft für sie, dass sie diese Vorla-
dung erhalte, damit sie, durch frey willige Leistung
des Schuldigen die Kosten eines gerichtlichen Er-
kenntnisses erspare? — Welches Gesetz giebt dem
Kläger, giebt dem Gerichte das Recht, sich bey je-
ner Verweigerung der Auctorisation über den er-
sten Grundsatz unseres Processes hinwegzusetzen?
—- Man beruft sich zwar auf die Analogie der Art.
168 und 22Z. des Codex der Militair-Conscription,
welche in einem ganz ähnlichen Falle, zur Verur-
theilung der widerspenstigen Conscribirten oder
ihrer Eltern durch die Tribunale, die Vorladung
dieser Personen nicht erforderten. Allein eines
Theilä läfst sich das durch besondere Gesetze regu-
lirte Verfahren gegen widerspenstige Conscribirte,
wobey das Interesse des Staats die möglichste Rasch-
heit und die Vermeidung aller aufserwesentlichen.
Formalitäten erheischt, — mit dem Verfahren im
Civilprocesse über die Privatrechte der Partheien
nicht in Vergleich stellen, noch weniger eine Fol-
gerung aus jenem auf dieses ziehen; — und andern
Theils

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