Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

ihnen zum Grunde liegende allgemeine Ansicht von
der im römischen Rechte aufgestellten ziemlich ab-
zuweichen. .
Was zuvörderst das Factum oder die Apprehen-
sion anbelangt, so sind die hierüber vorhanden©
wenige Bestimmungen in der Lehre von der kör-
perlichen Uebergabe (delivrance) zu suchen 9): um
aber
so kann derselbe stets nur in dem Sinne genommen
werden, dals die Rechte der verschiedenen Mit-
besitzer^ eich wechselseitig beschränken, folglich
keiner in solidum besitzt, sondern jeder einen in-
teilectuellenTheil an dem, der Geeammtheit denMit-
besitzer zustehenden Solidar-Besitze hat; oder man
xnufs, um den nämlichen Besitz mehreren Perso-
nen zuschreiben zu können, zu Fictionen seine Zu-
flucht nehmen , wobey aber begreiflich ausdrückliche
positive Bestimmungen vorausgesetzt werden, die
man im C. N, vergeblich sucht.
9) Artikel 1604. la delivrance est_ fe tramp ort de la
chase vendite en lä pnissance et possession de 1'a-
cheteur — 1'cffet de la delivrance est de transpor^
ter la chosc vendue en la puissance et possession
de Pacheleur. Faure Rapport au tribunat sur le
sprojeb de loi velatijft la vente vol. V. p, 214. In
allen Fällen also, wo das Gesetz die Uebergabe für
geschehen annimmt, niufs auch von Seiten des Eni*
pfängers der Besitz für erworben angesehen wer-
den. Venn mit dem Erwerbe des Eigenthuras-
Rechtes steht die delivrance überall in keiner Ver-
bindung.

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