Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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pflicht selbst auf, und substituirt derselben
eine gemessene Verpflichtung welche aufser
der Sphäre des neuen Gesetzes liegt. Nicht so
der auf einen bestimmten Zeitraum beschränkte
Dienstgeldsverträg. Hier existirt die unge-
messene Dienstpflicht selbst fort., Der Dienst-
berechtigte begiebt sich nur auf eine Zeitlang
der Benutzung ^derselben in natura. Die Na-
tur der ungemessenen Dienstpflicht dauert in
dem sie repräsentirenden Geldquantum fort.
Hört die ungemessene Dienstpflicht selbst auf
zu existiren, so mufs das Surrogat derselben
ein gleiches Schicksal treffen.
Die Worte der 1. Z ff. de iure dotium — Dos
sine matrimonio esse noh potest — mögen
diese Bemerkungen schliefsen, und die Fol-
gerung rechtfertigen, dafs, so. wenig der
Promittent eines Keirathsgnts bey aufge-
hobenem Eheverlöbnifs an sein Versprechen
gebunden ist, eben so wenig die Verbind-
lichkeit zur Zahlung des Dienstgeldes fort-
dauren könne, wenn die Dienstpflicht selbst
aufgehört hat.

E.

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