Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

düngen gerade nicht von grofsem Gewichte seyn
können,-.da jährlich unzählige von dem Cassations-
hofe reformirt werden, und defshalb weiter nichts
beweisen können, als dafs auch geachtete Collegien
bey der Anwendung der Gesetze falsch greifen kön-
nen so mufs ich außerdem bemerken:
i. In dem S. 100. benannten Falle des Heinrich
Theissen, und Friderike Schmitt, lag der gröfste
Bewegsgrund der Verurtheilung des erstem zu
einem Schadensersätze von 600 Francs darin;
dafs er sich mit seiner Braut vor dem Beamten
des Civilstandes gestellt, und durch diesen die
Aufgebote hatte anheften lassen, und nun ohne
Grund zurücktrat. Der Appellationshof führt
defshalb an,
dafs der Beklagte zu einem Schadensersätze
gegen die Klägerin deswegen verbunden sey,
weil er ihre Ehre im Publicum dadurch ge*
Tiränht habe+ dafs er sein Eheversprechen,
in dessen Gemäfsheit sogar die Aufgebote
zur Heirath angeheftet worden seyen, ohne
rechtmäfsige Ursache gebrochen habe.
Der
9) Man sehe die vortreffliche Abhandlung des Hcnn
Prof, de Laseaulx: Quelle doit etre l’infiuence de
la jurisprudence des arr&s eur l'enseignement des
loix ? im Journal de harreau 1809. P. 1. 8. i, folg*
der articles deuche«.

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