Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

dafs ein interlocutörisches Erkenntnifs bey
den Friedensgerichten eine wahre Seltenheit
seyn müsse;
diefs aber wohl nicht der Fall seyn konnte, wenn
in einer jeden Sache, wo der Beklagte nicht er-
schiene, auf Beweis interloquirt weiden sollte.
Diesem allem ungeachtet findet sich der Verf.
dieses bewogen, der gegenteiligen Meinung zu
seyn.
Denn wenn gleich ad 1. der Herr Verfasser
der befragten Druckschrift den Nachtheil, den ein
Erkenntnifs auf Beweis im Fall des Ausbleibens
nach sich ziehen würde, darin weiter ausgefühlt
und einleuchtend dargestellt hat; so kann diefs al-
les doch die Absicht des Gesetzgebers, die nicht
ausgedrückt isr, nicht bekunden, sondern es könnte
nur bey der Frage”
ob das Gesetz etwas anderes hätte verord-
nen sollen, oder in diesem Puncte etwa ab-
zuändern seyn möchte? a)
in Betrachtung gezogen werden. Es würde viel zu
gewagt seyn anzunehmen, dafs der Gefetzgeber
die Absicht gehabt habe, etwas ganz strideres zu
verordnen , als was durch die Worte, , die nur er*
a) Auch diese Frage dürfte nicht ohne Zweifel seyn,
weil dieser Bechtsnachüieil doch auch für denjeni-
gen hart seyn würde, der etwa in dem ersten Termin
aus Vergessenheit nicht erschienen wäre, oder keinen
Anwald bestellt hätte.
Der FerJ.

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