Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

Was hiernächst die von der Entstehung des Be*
sitzes hergenommenen Einreden anbelangt, welche
im römischen Rechte Vorkommen, so ist es leicht
begreiflich,dafs sie im französischen Recht gar nicht
zur Anwendung kommen können. Denn, diese
Einreden deuten nicht auf gewisse Eigenschaften
des Besitzes, die zur Begründung der possessori*
sehen Klagen nöthig wären, sondern der Haupt-
zweck ihrer Einführung bestand in einer beabsich-
tigten Abkürzung des Processes. Dieser Grund
fällt jetzt gänzlich weg, folglich auch alle Form
einer
bemerkt, dieses Jahr fange erst von dem Zeitpuncte
zu laufen an, wo die Storung selber aufgehört habe.
Augenscheinlich liegt auch hier die Ansicht zürn
Grunde als ob der Dejicient gegen den Dejicirten
eine Verjährung vollende. Deshalb macht er auch
not. 34. p. 37, 38 von dem Grundsätze, dafs die poe
eessorische Klage' innerhalb des iahrcs der Besitz
Störung angestelh werden müsse, eine Ausnahme in
dem Falle, oü le possesseur a eie dejete de ea pos-
seesion par violence: eene exception est tiree de
Part, 2233. du C. C., qui porte, que les actcs de
violence ne penvent fonder nne possession capable
d’operer la prescription, Cela eiant le possesseur
.est admis, ineme apres l’annee, ä reclamer, par
Faction possessoire contre l’usurpateur car ü faut
au moins un an d’une possession paisible. A la
verite il n’y seroit pas recevable , s'il y avoit plus
d'un an que la possession eut cesse d’etre violente.

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