Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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sitz, oder das Recht zu besitzen; (ius possidendi),
wie es oben festgesetzt worden, erworben, und
es können folglich auch die Störungen seines Be-
sitzes, nicht als Verletzungen eines Rechtes ange-
sehen, und durch Klagen geschätzt werden. Diefs
in Ansehung der Dauer des Besitzes aufgestellte
Requisit ist ganz allgemein und ohne alle beson-
dere Beziehung auf das specielie Verhältnifs, wel-
ches etwa zwischen dem gestörten Besitzer und
demjenigen, welcher die Störung vorgenommen hat,
Statt findet 3°). Es sind jetzt die Bestimmungen
über den Erwerb des eigentlichen Besitzes, durch
welchen eine Klage auf Schutz im gestörten Be-
sitze, oder auf Wiedererlangung eines entzogenen
Besitzes erst begründet wird , vollständig entwic-
kelt, und es wird nun leicht seyn, die ursprüng-
liche Entstehung dieses ganzen Systen^es nachzu-
weisen. Der erste und einzige -Xirund dazu liegt
nämlich in der eigenthümlichen Ansicht welche
man sich von der praescriptio annalis machte, die
das römische Recht in Ansehung der possessori-
schen Klagen angeordnet hat. Von der Seite des
entsetzten Besitzers betrachtete man sie als eine,
wenn man sie so nennen darf, ExtinctivVerjährung,
welche
59) Diefs erhellt aus dem angezogenen Artikel 23. des
C. de P. C. und dafs es in Ansehung des Verlustes
des Besitzes die nämliche BewandtniLs habe, zeigt
der Artikel 2243. des C. N.

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