Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

-81

die Präsumtion eines vorläufigenEige'ntlmmes,folg-
lich auch nicht die possessorischen Klagen begrün-
den. Er wird vielmehr nur erst von dem Augen-
blicke an fähig nach Verlauf einer gewissen be-
stimmten Zeit in. den eigentlichen Besitz verwan-
delt zu werden, wo die Gewalt mit welcher sich
der Usurpator in seinem angemafsten Besitze bisher
behauptete, aufgehört hat 5°), 4) Der Besitz mufs
ein
sede publiquement et paisiblement un immeuble de-
puis un an doit etre provisoirement maintenu en
cas de trouble ou de violence. — Ob aber nach dem
neu französischen Rechte bey Grundstücken ein
heimlicher Besitz denkbar sey, und ob die Öffent-
lichkeit des Besitzes überhaupt als eine besondere
Eigenschaft des Besitzes aufgeführt werden könne,
diese Frage ist schon oben berührt worden.
50) Der possess ion sans violence erwähnt weder der arb.
rz. des C. de P. *C. noch Favard /. o. Wollte man
auch die possession paisible von factischen Besitz
Störungen verstehen , so würde sie sich doch immer
nur auf Gewalttätigkeiten, die von dritten Perso-
nen zugefügt werden können, beziehen; die j)os-
session sans violence hingegen bezieht sich auf die
Gewalttätigkeiten, durch welche der Besitzer selber
in Besitz gekommen ist, und sich in demselben er-
hält. Bey Domat allein Z. c. Uv. IIL tib. FJL
Sect. L §. XFL vol.II. p. 484. scheint die possession
paisible auf die vitia possessionis bezogen zu wer-
den. Auch in dem Artikel 2229. des C. N, worin
alle.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer