Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Sache wenigstens aus einem Eigentlmmsütel erhal-
ten hat. In Ansehung der formellen Bestimmun-
gen, im Begriffe des Besitzes, giebt es nichts be-
sonderes zu erinnern , da das französische Recht
liier keinen besondern Sprachgebrauch hat/ Die
römischen Terminologien können hier freylich zu
grossen Mifsverständnissen Veranlassung geben,v
weil, wie gezeigt werden wird, das Verhältnis
zwischen der eigentlichen possessio, und der pos-
sessio civilis nach französischem Rechte gar nicht
mehr Statt findet; indessen abgesehen hiervon
dürfte es nicht unzweckmäfsig seyn, den Besitz, in
sofern er auf der einen Seite alle die Eigenschaften
hat5 die eine Begründung der Verjährung und der
* posses-
titre de proprietaire erst Würkung eines lange
dauernden Besitzes , und so lange wie also der Be-
sitz noch nicht die bestimmte Zahl von Jahren ge-
dauert hat, kann er auch nicht für eine possession
a titre de proprietaire angesehen werden, wovon
doch der Artik. 2230. das gerade Gegemheii enthal-
ten würde, wenn man unter dem Ausdruck ä titre "
de proprietaire etwas mehr, als den blofsen animum
domini, verstehen wollte. ,
3 a) Nur in sofern erhalt der Begriff des Besitzes im
französischen Rechte etwas Eigemhümliches, als,
wie unten gezeigt werden wird, diese Würkung
der Verbindung von physischer lnnhabung und ani-
mus domini durch eine gewisse bestimmte Dauer
dieser Verbindung bedingt ist.

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