Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Gebot bey der Summe von Sechshundert Vierzig
Franken stehen geblieben, welche der Herr Tribu-
nalsprocurator Eikemeyer, mithin eine zu der Feld-
mark dieses Zehntens nicht gehörige Person offerirt
hatte. Die Kläger hatten darauf erklärt, dafs sie,
vermöge des ihnen zustehenden Näherrechts, diese
Summe selbst geben und den Zehnten dafür behal-
ten wollten; allein der Beklagte hatte ihnen durch
seinen Mandatar, den eben genannten Eikemeyer,
zu erkennen gegeben, wie er ihnen ein Näherrecht
überall nicht mehr zugestehe, und ohne rechtliches
Erkenntnifs ein solches nicht ausüben lassen wercle.
Die Kläger* haben darauf die Autorität des Kö-
niglichen Tribunals in Anspruch genommen, und
den Beklagten in die öffentliche Audienz geladen,
um zu hören, wie'er dem Vorgesetzten Anträge
gemäfs werde verurtheilt werden.
R echtsumstände..
Der Anwald der Kläger hat zur Begründung sei-
nes Antrages angeführt;
dafs das von seiner Partei prätendirte Näherrecht,
aus der angezogenen Braunschweigischen Verord-
nung klar hervorgehe;
da!s aber diese Verordnung, als durch den Code
Napoleon aufgehoben , ktinesweges angesehen, und
ihr die gesetzliche Kraft auch gegenwärtig nicht ab-
gesprochen werden könne; /

dafs

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